Was hält unser Sonnensystem denn zusammen? Warum kreisen die Monde um die Planeten und die Planeten um die Sonne?
Was hat man damals über unser Sonnensystem gedacht? Welche Weltbilder gab es? Was dachten die Ägypter oder Griechen?
Zwischen Mars und Jupiter befindet sich der so genannte Asteroidengürtel, eine Ansammlung von Kleinplaneten. Die meisten dieser Asteroiden sind nur wenige Kilometer groß (siehe Liste der Asteroiden) und nur wenige haben einen Durchmesser von 100 km oder mehr. Ceres ist mit ca. 960 km der größte dieser Körper. Ihre Bahnen sind teilweise stark elliptisch, einige kreuzen sogar die Merkur- (Icarus) beziehungsweise Uranusbahn (Chiron).
Zu den äußeren Planeten zählen die Gasriesen Jupiter (778,3×106 km, 5,2 AE), Saturn (1,429×109 km, 9,53 AE) sowie die Planeten Uranus (2,875×109 km, 19,2 AE) und Neptun (4,504×109 km, 30,1 AE) mit Dichten zwischen 0,7 g/cm³ und 1,66 g/cm³ sowie Pluto (5,900×109 km, 39,5 AE).
Die mittleren Sonnen-Abstände der inneren und äußeren Planeten lassen sich durch eine mathematische Reihe, die Titius-Bodesche Reihe annähern. Diese Regelmäßigkeit in der Planeten-Anordnung dürfte auf Resonanzseffekte bei der Entstehung des Sonnensystems zurückzuführen sein. Die Tatsache, dass der Asteroidengürtel ebenfalls in dieser Reihe vorkommt, Neptun jedoch nicht, gab und gibt Anlass zu Spekulationen über mögliche kosmische Katastrophen.
Seit den 1990ern hat man mehr als 500 Objekte gefunden, die sich jenseits der Neptunbahn bewegen. Diese Objekte bilden den Kuipergürtel, der sich in einem Abstand von 6-7,5 Milliarden km (30-50 AE) zur Sonne befindet und ein Reservoir für die Kometen mit mittleren Umlaufperioden ist. Die Objekte dieser Zone sind wahrscheinlich nahezu unveränderte Überbleibsel aus der Entstehungsphase des Sonnensystems, man nennt sie deshalb auch Planetesimale.
Jenseits des Kuipergürtels befindet sich bis zu einem Abstand von etwa 1,5 Lichtjahren (zirka 100.000 AE) die Oortsche Wolke. Man vermutet, dass aus dieser durch Gravitationsstörungen gelegentlich vorbeiziehender Sterne Körper herausgerissen werden und als langperiodische Kometen in die inneren Bereiche des Sonnensystems gelangen. Einige dieser Kometen verbleiben dann auf stark elliptischen Bahnen in der Nähe der Sonne, andere werden von den Planeten, insbesondere von Jupiter, gestört und abgelenkt, so dass sie aus dem Sonnensystem katapultiert werden oder auf Planeten oder in die Sonne stürzen.
Den Rand unseres Sonnensystems bildet die Heliopause, die Grenzschicht zwischen Sonnenwind und interstellarem Medium. Man vermutet sie in einer Entfernung von ungefähr 150 AE, das dem 150fachen des Abstands Erde-Sonne oder dem 4fachen von Pluto-Sonne entspricht, der genaue Abstand ist jedoch bis heute nicht bekannt.
Die inneren Planeten sowie Jupiter und Saturn waren schon in der Antike bekannt. Sie wurden von den Römern als Götter betrachtet und sind nach diesen benannt. Uranus, Neptun und Pluto wurden zwischen 1781 und 1930 entdeckt und ebenfalls nach römischen Göttern benannt.
In unserem Sonnensystem gibt es 9 Planeten. Die Bahnen der Planeten sind dabei nicht so rund wie ein Kreis, sondern so oval wie eine Ellipse. Eine Ellipse kann man sich als zusammengedrückten Kreis vorstellen. Manche Bahnen der Planeten und auch der Monde sind mehr zusammengedrückte Kreise und andere weniger. Fast alle Umlaufbahnen der Planeten unseres Sonnensystems liegen auf einer Ebene, bis auf die äußere, die von Pluto. Sie ist ein wenig gekippt und kreuzt beinahe die Bahn des Planeten Neptun an 2 Stellen. Aber eben nur fast. Umdrehung, Rotation Weil sich Planeten um sich selbst drehen, sind sie in den Millionen Jahren fast zu Kugeln geworden. Die gedachte Linie, um die sich die Planeten selbst herumdrehen, nennt man "Achse". Oben und Unten an der Achse hat jeder Planet seine Pole. Den oben nennt man "Nordpol" und den unten nennt man "Südpol".